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Tom und Susanne am Klavier

„... ein Paar, das sich wahrhaft blind zu verstehen
scheint und so perfekt zusammenspielt, dass auch nie
der Hauch einer Unsicherheit aufkommt.“

Augsburger Allgemeine Zeitung

Wenn eine leidenschaftliche Klarinette auf ein „hot“ piano trifft, dann sprühen die Funken – nicht nur musikalisch.

Die deutsche Klarinettistin Susanne Ortner und der amerikanische Pianist Tom Roberts trafen 2006 in Pittsburgh, Pennsylvania auf einem „Gig“ aufeinander. Nachfolgend erarbeiteten sie ein gemeinsames Konzertrepertoire, das besonders treffend mit „Hot World Chamber Music“ umschrieben werden kann.

Hot ... bezeichnet stark “swingenden” Jazz der 20er und 30er Jahre – der Gegenpol zu den so genannten “Sweet Bands”, die während der Depression an Popularität zunahmen. Diese Hot Music war aufregend und verlangte nach Bewegung, vom einfachen Mitklopfen bis zu extravaganten Verrenkungen auf der Tanzfläche.

Das Ortner-Roberts Duo bietet viele herausragende Beispiele von Hot Music dar, wobei eines der Highlights sicherlich die Musik des Benny Goodman Trios ist, die in akribisch genauen Reproduktionen der alten Schellackschallplatten zu neuem Leben erweckt wird. Ergänzend präsentieren die beiden Künstler die Musik von Bennys “Klarinettenrivale” Artie  Shaw sowie die brodelnden Sounds der kreolischen Klarinettisten von New Orleans. Das Klavier übernimmt die heißen Stomps von Jelly Roll Morton und die kultivierte mozartische Hitze eines Teddy Wilson. Einige Arrangements werden zusätzlich scharf gewürzt durch  “funky” Klavierpassagen ala James Booker oder Professor Longhair.

World … Das Ortner–Roberts Duo schöpft außerdem aus den reichhaltigen musikalischen  Traditionen fremder Länder und entdeckt dabei fast vergessene musikalische Juwelen, die gelegentlich miteinander verwoben und raffiniert durcheinander gemischt werden gleich einer eklektischen musikalischen „Gumbo“: Calypso aus Trinidad, Tango aus Argentinien, griechische Rembetika, die Pariser Valse Musette, Klezmer aus Osteuropa, spanischer Flamenco Beguine von Martinique, türkische Musik und die leidenschaftliche Musik der Zigeuner von Indien bis Spanien. Und Musik von den unerwarteten Orten, wo sich die Welten treffen.

Chamber Music... und dies alles präsentiert sich in kammermusikalischem Gewand mit gelegentlicher Hinzunahme von klassischen Motiven und Themen.Zudem scheinen die beiden Ausnahme Musiker die Möglichkeiten des offenbar begrenzten Duo-Formats zu sprengen. Toms Gebrauch der orchestralen Techniken herrührend vom Stil des Harlem Stride und Susannes immense Klang- und Ausdrucksvielfalt auf der Klarinette erzeugen die Illusion eines mehrköpfigen Orchesters.

Das Ortner-Roberts Duo lockert seine musikalischen Eskapaden durch spontane, oft  komödiantische Anekdoten über die ursprünglichen Komponisten und Interpreten auf. Dies gepaart mit einer fast unverschämten Virtuosität auf dem jeweiligen Instrument, einer  Intensität,  und einem Stilempfinden, das seinesgleichen sucht, sorgt für einen Konzertgenuss, der verzaubert und mitreißt.

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„Selten kann man so viel Enthusiasmus beim
Spielen erleben wie beim Ortner-Roberts Duo.

Augsburger Allgemeine Zeitung