Heimspiel an der Realschule EnglishFlag

04.08.2010

Heimspiel in der Realschule

Vöhringen.  Zu einem Konzert ist jetzt die Klarinettistin Susanne Ortner-Roberts an ihre frühere Wirkungsstätte in die Vöhringer Realschule zurückgekehrt. Dort arbeitete sie früher als Deutsch- und Musiklehrerin.

Einst war sie Lehrerin an der Vöhringer Realschule, heute reist Susanne Ortner-Roberts mit ihrer Klarinette und ihrem Ehemann Tom, einem Pianisten, um die Welt. Derzeit ist das Paar auf Konzertreise in Deutschland. Jetzt machte es in Vöhringen Station.

"Die guten Kontakte zu den früheren Kolleginnen bestehen noch immer", sagte die Musikerin. Deshalb sei es ihr eine besondere Freude, den Vöhringer Schülern ihre Musik näherzubringen. Dabei halfen ihr die während ihrer dreijährigen Tätigkeit gesammelten Erfahrungen als Deutsch- und Musiklehrerin enorm. Sie verstand es, den Schülern ihre Musik leicht verständlich zu erläutern.

"Zuerst hören wir uns Originalwerke an, dann mischen wir diese mit Musik aus der ganzen Welt", beschrieb sie das Entstehen des Konzertrepertoires des Ortner-Roberts-Duos, das man als "Hot World Chamber Music" umschreiben kann. Ergänzt wird das Duo durch einen Schlagzeuger. Beim Auftritt in der Realschule übernahm schließlich Tom Roberts dessen Part.

Roberts sagte, er habe sich als zwölfjähriger Junge nach einem Unfall beim Baseballspiel das Klavierspielen selbst beigebracht. Heute ist Roberts nicht nur Musiker, sondern auch Historiker und Komponist. So hat er den Soundtrack zum Kinofilm "Aviator" von Martin Scorsese, mit Leonardo diCaprio in der Hauptrolle, arrangiert und gespielt.

Susanne Ortner-Roberts wies auch auf die enormen Unterschiede bei Konzerten in Deutschland und in Amerika hin. In Deutschland gehe es im Konzertsaal sehr ruhig zu. In den USA werde dagegen "Zirkus" gemacht, um die Besucher zu unterhalten. Seinen Lebensmittelpunkt hat das Paar in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Die Schüler der 5., 6. und 9. Klassen waren von diesem musikalischen Leckerbissen zum Ende des Schuljahres begeistert. Danach sammelten die Buben und Mädchen fleißig Autogramme.